Schützt Ihre Zähne und Ihre Gesundheit:
Die Parodontitisbehandlung in Kaufbeuren
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Es beginnt oft unauffällig: leichtes Zahnfleischbluten oder entzündete Stellen am Zahnfleischrand. Doch hinter diesen Symptomen kann eine ernsthafte Erkrankung stecken. Unbehandelt greift Parodontitis nicht nur Zahnfleisch und Kieferknochen an: Die chronische Krankheit kann Ihre allgemeine Gesundheit beeinträchtigen.
Warum eine frühzeitige Parodontitisbehandlung so wichtig ist:
- Sie bewahren Ihre Zähne und genießen vollen Geschmack beim Essen.
- Sie sparen sich einen aufwendigen und kostenintensiven Zahnersatz.
- Sie entlasten Ihr Immunsystem und fördern Ihr Wohlbefinden.
- Sie senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenentzündungen, Diabetes, rheumatoide Arthritis oder Frühgeburten.

„Parodontitis ist eine der häufigsten Volkskrankheiten und wird immer noch allzu oft unterschätzt. In unserer Praxis setzen wir auf einen besonders sorgfältigen und umfassenden Behandlungsansatz. So können wir die Erkrankung nachhaltig stoppen und Ihre Zahngesundheit langfristig schützen.“
Parodontitis oder Parodontose: Was steckt dahinter?
Parodontitis, oft auch als Parodontose bezeichnet, greift das Zahnfleisch und den Kieferknochen an. Die chronische Entzündung des Zahnhalteapparates kann unbehandelt zu Zahnverlust führen und sich negativ auf den gesamten Körper auswirken.
Wussten Sie, dass Parodontitis die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen ab 40 Jahren ist? Wer rechtzeitig handelt, schützt nicht nur seine Zähne, sondern senkt auch das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen.
Wie Parodontitis entsteht:
- Hunderte Bakterienarten leben in der Mundhöhle – und einige davon sind schädlich.
- Diese Bakterien setzen sich unter dem Zahnfleisch fest und lösen eine lokale Entzündung aus (Gingivitis).
- Bleibt die Entzündung unbehandelt und es entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich Bakterien ideal vermehren.
- Das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Zahnhälse liegen frei.
- Die Entzündung greift den Kieferknochen an, der sich abbaut. Zähne können sich lockern und verlieren schlimmstenfalls ihren Halt.
- Über die Blutbahnen gelangen die Bakterien in den Körper, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenentzündungen, Diabetes, rheumatoide Arthritis oder Frühgeburten erhöht.
Wichtig zu wissen: Eine frühzeitige Parodontitistherapie kann diese Kettenreaktion stoppen und Ihre Zahngesundheit langfristig erhalten.
Der beste Schutz vor Parodontitis ist eine regelmäßige Prophylaxe. Bei den Kontrollterminen erkennen wir die ersten Symptome und können eingreifen, bevor etwas passiert. Hier finden Sie unser Angebot: Zahnvorsorge.
Oder vereinbaren Sie direkt Ihren nächsten Termin:

Parodontitissymptome: So erkennen Sie die Warnsignale
Parodontitis beginnt oft schleichend und bleibt lange schmerzfrei. Doch es gibt Warnsignale, die auf eine Erkrankung hindeuten können. Diese Symptome sollten Sie ernst nehmen:
- Zahnfleischbluten: Besonders beim Zähneputzen oder Essen kann plötzliches Bluten ein erstes Anzeichen für eine Entzündung sein.
- Rötungen und Schwellungen: Ihr Zahnfleisch fühlt sich empfindlich an, wirkt gerötet oder ist geschwollen.
- Zurückgehendes Zahnfleisch: Wenn Ihre Zahnhälse frei liegen und die Zähne länger erscheinen, kann dies auf eine fortschreitende Parodontitis hinweisen.
- Mundgeruch: Ein unangenehmer Geschmack oder schlechter Atem, der trotz gründlicher Mundhygiene bleibt, deutet auf eine bakterielle Belastung hin.
- Lockere Zähne: Ohne ersichtlichen Grund verlieren Ihre Zähne an Stabilität – ein klares Warnzeichen.
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie einen Termin in der Zahnarztpraxis vereinbaren. Je früher wir eine Parodontitis diagnostizieren, desto besser sind die Chancen, Zahnfleisch, Zähne und Kieferknochen gesund zu erhalten.
PSI-Code und ParoStatus: Präzise Diagnostik für Ihre Zahngesundheit
In der Zahnarztpraxis Dr. Franziska Meier bestimmen wir bei jeder Prophylaxe den sogenannten PSI-Code. Dieses standardisierte Verfahren gibt uns ein klares Bild über den Zustand Ihres Zahnfleisches und hilft, Anzeichen von Parodontitis frühzeitig zu erkennen.
Warum der PSI-Code so wichtig ist:
- Wir erfassen systematisch den Zustand Ihres Zahnfleisches und messen Entzündungszeichen.
- Frühzeitige Diagnosen ermöglichen rechtzeitige Maßnahmen, bevor schwerwiegende Schäden entstehen.
- Bei einem PSI-Code von 3 oder 4 empfehlen wir eine Parodontitistherapie.
Gut zu wissen: Digitale Screeningmethoden helfen uns, den Verlauf der Krankheit zu bestimmen. Mit ParoStatus können wir alles digital dokumentieren, nachverfolgen und eine maßgeschneiderte Therapie einleiten. Hier erfahren Sie mehr über den Ablauf: ParoStatus.
Zahnfleischbluten oder entzündete Stelle? Warten Sie nicht zu lange, vereinbaren Sie direkt einen Kontrolltermin:

Schritt für Schritt erklärt: Ablauf einer Parodontitistherapie
Wir setzen auf einen klar strukturierten Behandlungsansatz in der Parodontitistherapie. Unser Ziel: die Entzündung zu stoppen und Ihre Zahngesundheit langfristig zu erhalten.
Diagnose
Zuerst erheben wir den PSI-Codes (Parodontaler Screening Index). Diese Untersuchung bewertet die Tiefe der Zahnfleischtaschen, das Vorhandensein von Zahnstein und Entzündungen. So erhalten wir ein genaues Bild vom Zustand Ihres Zahnhalteapparates. Anschließend entfernen wir mit einer Professionellen Zahnreinigung den über dem Zahnfleisch liegenden Mikrozahnstein.
Bei einem PSI-Code von 3 oder 4 empfehlen wir eine weiterführende Behandlung, da der Knochenabbau bereits begonnen hat:
- Je nach Alter oder Zustand des Zahnfleisches können zwei bis drei engmaschige Professionelle Zahnreinigungen zunächst ausreichen.
- Dabei setzen wir modernste Technik wie das PERIOFLOW®-System und PIEZON® PS von EMS ein, das speziell für die Parodontitistherapie entwickelt wurde.
- Danach prüfen wir das Ergebnis und entscheiden die weitere Therapie.
Weiterführende Parodontitistherapie
Für eine sogenannte geschlossene Parodontitistherapie erstellen wir zunächst einen Kostenvoranschlag für Ihre Krankenkasse. Sobald dieser genehmigt ist, kommen Sie wieder zu uns in die Praxis:
- Im ersten Schritt erhalten Sie eine Oberflächenanästhesie, sodass Sie den Einstich der lokalen Betäubung nicht spüren.
- Sobald die Betäubung wirkt, starten wir die Reinigung unter dem Zahnfleisch mit Ultraschall und speziellen Handinstrumenten.
- Wenn nötig, entfernen wir entzündetes Gewebe.
- Anschließend führen wir eine sogenannte Full-Mouth-Desinfektion durch, um Bakterien im gesamten Mundraum zu reduzieren.
- Zum Schluss erhalten Sie eine Einlage mit medikamentösem Gel, um die Wundheilung zu verbessern.
Zusatzversicherung
Für alle gesetzlich Versicherten, die sich zusätzlich absichern möchten, gibt es eine Übersicht der besten Zahnzusatzversicherungen in der Waizmann Tabelle
Unterstützende Parodontitistherapie (UTP)
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Nachsorge erfordert. In der Unterstützenden Parodontitistherapie (UTP) planen wir engmaschige Recall-Termine.
Dabei überprüfen wir den Zustand Ihres Zahnfleisches und die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Anschließend entfernen wir den bakteriellen Biofilm und verhindern so ein erneutes Aufflammen der Entzündung.

Knochenaufbau bei Parodontitis
(regenerative PA-Chirurgie mit Emdogain)
Bei einer fortschreitenden Parodontitis entstehen häufig vertikale Knochendefekte:
- Dies sind sehr tiefe Zahnfleischtaschen, in die wir bei einer geschlossenen Parodontitistherapie mit den Instrumenten nicht gut genug hineinkommen.
- So bleibt eine Restentzündung lokal an diesen Stellen bestehen, die eine operative Therapie nötig macht.
- Falls sich bereits Zähne gelockert haben, sichern wir diese im Vorfeld mit einer Schienung mit Draht – unsichtbar auf der Zungen- bzw. Gaumenseite. Ziel ist es, damit eine gute Knochenheilung zu erzielen und mehr Festigkeit zu erreichen.
Die Schiene tragen Sie im Anschluss bis zu vier Monate.
So sieht der Ablauf aus:
- Wir eröffnen das Zahnfleisch im betroffenen Bereich minimal und entfernen das entzündete Gewebe.
- Anschließend reinigen wir die Wurzeloberflächen, bringen eine spezielle Knochenaufbaumasse ein (Emdogain) und vernähen die Stelle.
- Emdogain sind sogenannte Schmelzmatrixproteine. Diese Zellen schaffen Andockstellen für den Knochen, sodass dieser wieder am Zahn anwachsen kann.
- Bei großen und breiten Defekten verwenden wir zusätzlich ein Knochenersatzmaterial zur Stabilisierung während der Wundheilung.
- Nach zehn Tagen entfernen wir die Fäden.
Wichtig zu wissen: Nach dem Eingriff ist eine engmaschige Kontrolle nötig, da Sie den behandelten Bereich zunächst nur mit antiseptischen Mundspülungen reinigen dürfen. Wir erklären Ihnen das genaue Vorgehen gern persönlich.
Schutz für Ihren Zahnersatz:
Tragen Sie ein oder mehrere Implantate? Auch künstliche Zahnwurzeln können von einer chronischen Entzündung betroffen sein. In diesem Fall sprechen wir von der Periimplantitis. Wie wir Sie und Ihren wertvollen Zahnersatz schützen, lesen Sie hier:

Antworten auf häufige Fragen zur Parodontitisbehandlung
Ist eine Parodontitistherapie schmerzhaft?
Grundsätzlich ist es unser Ziel, Ihre Behandlung schmerzfrei zu gestalten. Gerade bei empfindlichem oder entzündetem Zahnfleisch kann die Reinigung etwas unangenehm sein. In diesem Fall können eine örtliche Betäubung und oberflächlich betäubende Gels helfen. Dabei erhalten Sie vorab eine Oberflächenanästhesie, sodass Sie den Einstich gar nicht spüren.
Für eine entspannte Atmosphäre bieten wir Ihnen gern angstlösende Raumdüfte an. Bringen Sie Kopfhörer und Ihre Lieblingsmusik mit, um sich abzulenken.
Wie lange dauert eine Parodontitistherapie?
Das hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. Eine gründliche Reinigung und erste Therapieschritte erfolgen meist innerhalb von einem Termin (Dauer circa 90 Minuten). Für die Nachsorge und für die Unterstützende Parodontitistherapie (UTP) sind regelmäßige Recall-Termine wichtig. Wir erstellen Ihnen einen individuellen Therapieplan.
Gut zu wissen: In den ersten beiden Jahren nach der Parodontitistherapie bezuschusst die gesetzliche Krankenkasse die Unterstützende Parodontitistherapie. Nach Abschluss der UTP empfehlen wir dreimal pro Jahr eine Professionelle Zahnreinigung.
Was kostet eine Parodontitisbehandlung?
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die in den meisten Fällen nicht vollständig heilbar ist. Mit der richtigen Behandlung können wir die Krankheit jedoch stoppen und ein Fortschreiten verhindern. Um den Therapieerfolg langfristig zu sichern, ist eine lebenslange Betreuung notwendig. Dazu gehören
- eine gründliche häusliche Mundhygiene und
- regelmäßige Nachkontrollen und
- Professionelle Zahnreinigungen (zwei- bis viermal jährlich, je nach Risikoprofil).
Kommt eine Implantatversorgung bei Parodontitispatienten infrage?
Grundsätzlich ja – vorausgesetzt, die Parodontitis wurde erfolgreich therapiert und das Zahnfleisch ist stabil. Vor der Implantation prüfen wir, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören
- ausreichend gesunder Kieferknochen, um das Implantat sicher zu verankern, und
- eine gute Mundhygiene und Kontrolle des bakteriellen Biofilmes.
Falls der Kieferknochen bereits stark abgebaut ist, kann ein Knochenaufbau notwendig sein, um eine Implantation zu ermöglichen. Dies ist eine gängige Vorbereitung bei Parodontitispatienten. Gern beraten wir Sie hierzu persönlich.
Wie sind die Erfahrungen mit einer Parodontitisbehandlung?
Bei frühzeitiger Behandlung lässt sich Parodontitis gut kontrollieren. So können wir die Gesundheit von Zahnfleisch und Kieferknochen stabilisieren. Eine regelmäßige Nachsorge ist entscheidend, um die Ergebnisse langfristig zu sichern.
Vertikale Knochendefekte können wir im Laufe der UPT mit regenerativer Parodontalchirurgie (Emdogain) wieder aufbauen.
Haben Sie weitere Fragen zur Parodontitistherapie in Kaufbeuren? Vereinbaren Sie jetzt Ihren unverbindlichen Beratungstermin: